Regenwassernutzung mit den richtigen Filtern

Das Angebot an Filter für die Filterung von Regenwasser ist vielfältig und die Kombinationsmöglichkeiten in einer Regenwassernutzungsanlage ebenso. Dabei stellt sich die Frage, was ist notwendig und was ist sinnvoll?

Grundsätzlich kann man den Einbauort des Filters, die Wasserführung im/durch den Filter und die Filtrierleistung in Menge und Qualität unterscheiden. Die Aufgabe eines Filters ist die Reinigung des Regenwassers.

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Der Einbauort von Filtern

 

Die Dachrinne als erste Hürde

Die erste Möglichkeit das Regenwasser zu Reinigen besteht schon direkt am Dach, wo auch der wesentliche Anteil der Verschmutzung schon sichtbar wird. Wer schon mal eine Regenrinne gereinigt hat, wird sich sicherlich gefragt haben, wo der ganze Dreck eigentlich herkommt. Neben groben Partikeln wie Blätter und Zweige, lagert sich auch eine Menge Sediment in der Regenrinne ab.

Je nach Verschmutzung, können bzw. sollten Sie Ihrer Regenrinnen entsprechend häufig reinigen. Durch geeignete Maßnahmen lässt sich außerdem bereits am Dach verhindern, dass die groben Partikel überhaupt in Fallrohr und die nachgelagerte Verrohrung gelangt. Im einfachsten Fall verwenden Sie einen Maschendraht.  Wenn Sie wiederholt Probleme mit Laubfall in der Regenrinne haben, können Sie die gesamte Länge der Regenrinne entsprechend schützen.

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Das Fallrohr

Die erste Möglichkeit eine feinere Filterung durchzuführen, besteht im Fallrohr selbst. Je nach Filterart, wird entweder das gereinigte Wasser vom Fallrohr weggeleitet (z.B. in eine Regenwassertonne) oder das Filtrat im Filter zurückgehalten (z.B. bei der Verwendung eines Erdtanks für die Regenwassernutzung). Der Vorteil des Fallrohrfilters gegenüber einer Rückhaltung in der Regenrinne ist seine einfache Erreichbarkeit. Eine regelmäßige Reinigung der Regenrinne kann dadurch allerdings nicht ersetzt werden.

Wenn mehrere Fallrohre angeschlossen werden, ist ein sinnvoller Einsatz von Fallrohrfiltern fraglich. Für jedes Fallrohr, das angeschlossen werden soll, müsste ein entsprechender Filter installiert werden. Da eine effektive Filterung im Fallrohr jedoch nicht erfolgen kann, wird ohnehin noch ein weiterer Filter benötigt. Fallrohrfilter würden in diesem Fall, außer zusätzlichen Kosten, nur wenig Effekt haben.

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Der Erdeinbau-Filter

Der Erdeinbau-Filter ist ein Filter, der außerhalb des eigentlichen Regenwassertanks im Erdreich platziert wird. Hier können mehrere Abläufe zusammenkommen und vor der Einleitung in den Regenwasserspeicher über einen leistungsfähigen Filter geleitet werden. Vorteile eines Erdfilters sind der einfache Zugang zum Filter (eigener Schacht) und damit auch der einfache Aufbau und Zugang des eigentlichen Regenwasserspeichers. Nachteile sind allerdings, dass unter Umständen der Zulauf (und damit auch der Ablauf) vom Regenwassertank tiefer liegen müssen.

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Der Filter im Tank

Letzte Möglichkeit das Regenwasser vor dem Speichern zu Filtern ist im Tank selbst. Wenn der Tank über einen entsprechend großen Zugang verfügt (z.B. DIN-konform), ist auch der Zugang zum Filter ähnlich einfach, wie beim Erdfilter. Allerdings ist der Zugang zum eigentlichen Speicher häufig durch den eingebauten Filter behindert. Insbesondere bei Wartung und/oder Reinigung kann dies eine höheren Aufwand bedeuten.

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Die richtige Entnahme für die entsprechende Verwendung

Bei der Entnahme von Regenwasser aus dem Regenwasserspeicher kommt die nächste Möglichkeit das Wasser zu filtern. Weiterhin kommt es auf die Art der Entnahme an, denn die Wasserqualität im Regenwassertank ist nicht überall gleich gut. Ähnlich wie in einer Teekanne, in der sich die Teeblätter am Boden absetzen und sich an der Oberfläche ein Film bildet, setzen sich die schweren Partikel am Boden des Regenwassertanks ab und leichte, ölige Substanzen an der Wasseroberfläche. Die beste Wasserqualität ist demnach im mittleren Bereich der Wassersäule.

Für Hausanlagen werden daher schwimmende Entnahmen verwendet. Dabei wird das Schlauchende mithilfe eines Schwimmkörpers stets mehrere Zentimeter unter der Wasseroberfläche gehalten. Ein zusätzlicher Feinfilter sorgt bei der Entnahme für eine optimale Wasserqualität. Damit die Schichtung der Wassersäule beim Befüllen mit frischen Regenwasser nicht unnötig gestört wird und so sedimentierte Partikel wieder aufgewirbelt werden, wird in manchen Anlagen eine Zulaufberuhigung verwendet.

Bei der Verwendung des Regenwassers für die Gartenbewässerung ist dieser Aufwand größtenteils unnötig. Natürlich sollte bei der Bewässerung auch nicht unbedingt Schlamm gefördert werden, aber schwebende Stoffe stellen bei der Gartenbewässerung kein großes Problem dar. Zu beachten ist hier vielmehr, dass die verwendete Pumpe dafür ausgelegt ist und keinen Schaden nimmt.

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Die Wasserführung

Bei den oben besprochenen Filtern wurde bereits teilweise auf eine unterschiedliche Wasserführung im Filter hingewiesen. Generell gibt es zwei verschiedene Systeme. Entweder wird das gesamte Wasser durch den Filter geleitet und das Filtrat bleibt zurück, oder ein Teil des Wassers wird dafür verwendet, das Filtrat aus dem Filter zu spülen.

Vorteil der geteilten Wasserführung ist eine mehr oder weniger gute Reinigung des Filters von meist grober Verschmutzung. Allerdings bedeutet dies auch, dass die Ausbeute an Regenwasser bei diesen Filtern entsprechend geringer ist und dass das nicht filtrierte Wasser abgeleitet werden muss. Damit sind dies Filtertypen grundsätzlich nicht für Versickerungsanlagen geeignet.

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Die Filtrierleistung

Das Angebot an Regenwasserfiltern ist groß. Dementsprechend stellt sich die Frage, was wird für die jeweilige Regenwassernutzung gebraucht bzw. benötigt. Grundsätzlich sind bei der Verwendung von Regenwasser zur Gartenbewässerung wesentlich geringere Ansprüche an eine Filterung zu stellen. Eine einfache Filterung z.B. über einen Korbfilter ist in den meisten Fällen ausreichend.

Bei den Hausanlagen sind die angeschlossenen Verbraucher ausschlaggebend. Der Anschluss einer WC-Spülung ist in der Regel unproblematisch, beim Anschluss einer Waschmaschine ist sowohl für die Wäsche als auch für die Waschmaschine darauf zu achten, dass das verwendete Wasser frei von Partikel ist.

Sie sollten entsprechend der geplanten Verwendung für die notwendige Filterung des Regenwassers beim Befüllen des Regenwasserspeichers und bei der Entnahme des Regenwassers sorgen. Das Regenwasser stärker zu filtern als für die Verwendung notwendig ist nicht nur überflüssig, sondern verursacht  sowohl höhere Anschaffungskosten als auch einen höheren Wartungsaufwand bei den verwendeten Filtern.

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